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Dezember 2017

FRESENIUS: Vom Börsenstar zum Sorgenkind

Der Gesundheitskonzern ist eine der großen Enttäuschungen des Börsenjahres. Wo die Probleme liegen, was für ein Comeback der Aktie spricht Für Fresenius war es ein spektakuläres Jahr: Zwei große Übernahmen hat Konzernchef Stephan Sturm auf den Weg gebracht. Mehr als vier Milliarden Dollar will der DAX-Konzern für den US-Generikahersteller Akorn zahlen. Billiger, bis zu 670 Millionen Euro, wird die Übernahme des Biosimilars-Geschäfts der deutschen Merck.

Der Gesundheitskonzern ist eine der großen Enttäuschungen des Börsenjahres. Wo die Probleme liegen, was für ein Comeback der Aktie spricht

Für Fresenius war es ein spektakuläres Jahr: Zwei große Übernahmen hat Konzernchef Stephan Sturm auf den Weg gebracht. Mehr als vier Milliarden Dollar will der DAX-Konzern für den US-Generikahersteller Akorn zahlen. Billiger, bis zu 670 Millionen Euro, wird die Übernahme des Biosimilars-Geschäfts der deutschen Merck.

Zum Jahresende aber dominiert ein anderes Thema: die ungewohnt schlechte Kursentwicklung der Aktie. Auf Sicht von zehn Jahren ist Fresenius mit fast 300 Prozent Wertzuwachs zwar einer der Topwerte im DAX, doch 2017 war nur der Medienkonzern ProSiebenSat.1 schlechter als Fresenius.

Ein Problem liegt in den USA, dem wichtigsten Absatzmarkt des Unternehmens. Apotheken und Versicherer schließen sich zusammen und nutzen ihre Marktmacht, um Preise zu drücken. Die Schweizer Bank UBS warnt, dass eine steigende Zahl injektierbarer Generika in den USA auf den Markt komme und sich dadurch der Wettbewerb für die Fresenius-Tochter Kabi verschärfe. Auch Akorn sorgt für Unruhe: Die kartellrechtliche Prüfung der Übernahme wird erst im kommenden Jahr abgeschlossen. Dadurch verliert Fresenius Zeit bei der Integration der neuen Firma. Ein schnelles Einschreiten aber wäre wichtig, denn seit Fresenius die Übernahme vereinbart hat, liefert die US-Firma enttäuschende Ergebnisse.

Gewinnprognosen unter Druck

Das alles könnte die Finanzpläne für das neue Geschäftsjahr gefährden. Analysten haben ihre Prognosen für Fresenius bereits nach unten korrigiert. Die Konsenserwartung für den bereinigten Gewinn je Aktie 2018 ist im Jahresverlauf laut Daten des Finanzdiensts Bloomberg von 3,80 auf 3,56 Euro gesunken. Pessimistische Prognosen kalkulieren sogar nur mit 3,28 Euro. Der Kursrutsch der Aktie zeigt, dass Anleger die Bedenken der Analysten teilen.

Fresenius-Chef Sturm geht zum Jahreswechsel in die Offensive. Das Geschäft mit flüssigen Arzneimitteln werde in diesem Jahr wieder Rekordergebnisse liefern, auch in den USA, sagte Sturm dem "Handelsblatt". Die Übernahme von Akorn verteidigt der Manager: Man habe die Firma vor allem wegen der vielversprechenden Produktpipeline an neuen Medikamenten gekauft, die in den nächsten Jahren auf den Markt kommen werden.

Die Mehrheit der Analysten beurteilt die Aussichten der Fresenius-Aktie weiterhin positiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 79 Euro und damit deutlich über dem aktuellen Niveau. Damit diese Rechnung aufgeht, muss Fresenius im neuen Jahr allerdings bessere Nachrichten liefern.

Quelle: Finanzen Verlag GmbH / €uro am Sonntag


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