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November 2018

BASF: Sorgfältige Prüfung

BASF: Vorstandschef Martin Brudermüller bereitet den Primus der Chemiebranche auf eine Konjunkturschwäche vor. Dafür geht er einen anderen Weg als mancher große Konkurrent

Klare Worte: "Wir sind weder mit unserer Geschäftsentwicklung, noch mit der Entwicklung unserer Aktie zufrieden", stellte Martin Brudermüller, seit Mai Chef des weltweit größten Chemiekonzerns BASF, fest.

Seit Jahresbeginn hat der Weltmarktführer aus Ludwigshafen am Rhein fast 30 Prozent seines Börsenwerts eingebüßt - auch weil sich im Chemiesektor, wo Grundstoffe und Vorprodukte für nahezu alle Wirtschaftszweige entwickelt werden, eine Abkühlung der Nachfrage ankündigt. Die Gewinnwarnung des Konkurrenten Covestro am Dienstag ist ein weiteres Indiz dafür.

Neue Impulse im schwierigen Branchenumfeld soll deshalb BASFs Strategie bis 2030 liefern, die der promovierte Chemiker an der Spitze des Konzerns vor Investoren präsentierte. Brudermüller, zuvor Vizechef, kennt das Unternehmen seit gut 30 Jahren. Dieses Wissen will der Manager, der bei BASF als Macher geschätzt wird, nutzen, um Strukturen und Prozesse deutlich zu vereinfachen. Zudem sollen sie stärker an die Bedürfnisse wichtiger Kunden angepasst werden. Bereiche, in denen es nicht gelingt, die Prozesse effizienter zu gestalten, werde man gegebenenfalls veräußern, sagt Brudermüller.

Bei der Bau-Chemie steht das bereits fest, die Sparte wird ausgegliedert. Die Tochter Wintershall, das Geschäft der Ludwigshafener mit Öl und Gas, wird 2019 mit der Deutschen Erdöl AG (DEA) fusioniert. Ein Jahr später soll es an die Börse. Bei Saatgut und der Agrarchemie bediente sich BASF aus dem Portfolio von Bayer und baute die Sparte mit einem milliardenschweren Zukauf aus.

Die Struktur des Konzerns wird transparenter, künftig wird es sechs statt bisher vier Sparten geben. Das Spektrum reicht von petrochemischen Produkten über spezielle Kunststoffe für verschiedene Industrien, Pigmente, Spezialchemikalien, Grundstoffe für die Kosmetik und Nahrungsmittelindustrie bis zu Saatgut und Pestiziden.

Auch andere Schwergewichte in der Branche optimieren ihre Aufstellung. So fusionierten vor gut einem Jahr die US-Konkurrenten Dow Chemical und Dupont mit dem Ziel, das größere Unternehmen auf drei voraussichtlich ab 2019 börsennotierte Firmen besser aufzuteilen: Corteva für Agrarchemie, Dow Chemical für Kunststoffe und Dupont für Spezialchemie.

Eine solch radikale Aufspaltung ist für BASF keine Option. Die integrierte Produktion an großen Standorten wie Ludwigshafen oder Zhanjiang in der chinesischen Provinz Guangdong bringe bei Rohstoffen, Energie und in der Logistik jährliche Einsparungen von "mindestens einer Milliarde Euro", begründet Brudermüller die bewährte Strategie.

Währenddessen nehmen die Anzeichen für eine Abschwächung in der Branche zu. BASF sorgt mit Sparmaßnahmen in Produktion, Logistik, Forschung und Entwicklung vor. Ab Ende 2021 sollen im Vergleich zu heute jährlich sogar zwei Milliarden Euro mehr Gewinn in die Kasse fließen.

Der Rotstift finanziert auch die Ausschüttungen. Galt bisher das Motto: "mindestens auf Vorjahresniveau", so soll die Dividende nun jedes Jahr steigen. Über ein Drittel der knapp 300 Prozent Wertzuwachs in den vergangenen zehn Jahren lieferten die Dividenden. Das ist schon mal ein Anfang.

Quelle: Finanzen Verlag GmbH / €uro am Sonntag


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